Neues Dach für Spitaltorturm

Weithin sichtbar ist das Gerüst, das zur Zeit den Spitaltorturm umhüllt: Nach der Spitalkirche wird nun auch das Spitaltor einer grundlegenden Sanierung unterzogen. Ausschlaggebend hierfür war nicht zuletzt der marode Zustand des Dachstuhls. Im Jahre 1729 wurde der, vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammende, Turm um das barocke Obergeschoss ergänzt. Seitdem hat sich das Gebälk in Teilen um bis zu 30 cm gesetzt.


Spitaltorturm eingerüstet
  Blick nach unten

Die Sanierung eines solchen bedeutenden und stadtbildprägenden Bauwerks in der Weißenburger Altstadt ist natürlich eine Aufgabe die mit größter Sorgfalt anzugehen ist. Die Firma Effenberger hat schon bei der Sanierung der Andreaskirche bewiesen, dass sie einer solchen Aufgabe gewachsen ist. Auch bei diesem Projekt legt Handwerksmeister Sven Effenberger allergrößten Wert darauf, die Dachdecker-, Spengler- und Blitzschutzarbeiten in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz auszuführen.

Dachstuhl
  Biberschwanzeindeckung

„Alles muss runter!“ Unter diesem Motto begann die Firma Effenberger ihr Werk. Die komplette Biberschwanzeindeckung des Turms musste entfernt werden, ebenso die darunter liegende Lattung. Anschließend wurde der Dachstuhl gereinigt.
Nach der Generalsanierung des eigentlichen Gebälks durch die Zimmerei König konnten Sven Effenberger und seine Mitarbeiter den Dachstuhl wieder neu eindecken. Besondere Sorgfalt war hierbei gefragt, denn aufgrund der steilen Dachneigung und der Gebäudehöhe musste jeder Dachziegel einzeln gesichert werden.


Turmhelm
  Gipfelstürmer

Besondere Sicherungsmaßnahmen erforderte auch die Inspektion der Wetterfahne. Diesmal musste aber nicht das Material fixiert werden sondern die Handwerker „baumelten“ in 45 Meter Höhe mittels Sicherungsgurten an der Turmspitze. Unter Anleitung und Mithilfe des Weißenburger Alpinkletterers Michael (Bonzo) Meyer konnte Sven Effenberger so die Lagerung der Wetterfahne überprüfen.

Neben der spektakulären Klettereinlage wurde zudem der gesamte Turmhelm auf Schäden in der Kupferverkleidung überprüft und wo nötig ausgebessert. Nächstes Jahr folgen noch der Blechschürzenabschluss entlang des Umgangs und die Gesimsabdeckung der Balustrade. Und auch in Sachen Blitzschutz sind Sven Effenberger und seine Leute fit. So wurde von ihnen ebenfalls die Blitzschutzanlage erneuert.

[Red. Gem.] 17.12.2007